Eine Komödie von Bertolt Brecht
Premiere 22.05.2027
Worum es geht
Willkommen bei den Balickes! Alles scheint hier in schönster Ordnung: Der Krieg ist vorbei, und gerade erst hat Töchterchen Anna sich mit dem Unternehmer Murk verlobt – es herrscht Feierlaune, denn die Zukunft winkt. Doch plötzlich steht ...
Willkommen bei den Balickes! Alles scheint hier in schönster Ordnung: Der Krieg ist vorbei, und gerade erst hat Töchterchen Anna sich mit dem Unternehmer Murk verlobt – es herrscht Feierlaune, denn die Zukunft winkt. Doch plötzlich steht ...
„Ich bin ein Schwein und das Schwein geht heim.“
Worum es gehtWillkommen bei den Balickes! Alles scheint hier in schönster Ordnung: Der Krieg ist vorbei, und gerade erst hat Töchterchen Anna sich mit dem Unternehmer Murk verlobt – es herrscht Feierlaune, denn die Zukunft winkt. Doch plötzlich steht ein Fremder im wohnzimmerlichen Idyll. Er stinkt und stört. Es handelt sich um Kragler, Annas ehemaligen Verlobten, lang verschütt geglaubt in den Kriegsgräben von Nordafrika. Kragler fordert seine Braut zurück und konfrontiert die saturierte Familie mit der Grausamkeit des Kriegs. Mehr als Leiche denn als Lebender steht er vor ihnen. Da hilft es auch nicht, dass der Spartakus-Aufstand in den Berliner Zeitungsvierteln tobt und es auf die bürgerliche Ordnung abgesehen hat. Kraglers Stunde scheint gekommen.
Brecht schrieb sein zweites Stück „Trommeln in der Nacht“ – als Komödie gedacht und angelegt – mit gerade einmal 21 Jahren unter dem Eindruck der revolutionären Umwälzungen des Jahres 1918. Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht standen als Gallionsfiguren gegen die alte, kaiserliche Ordnung am linken Himmel – und eine reaktionäre Konterrevolution braute sich zusammen. „Trommeln in der Nacht“ verdichtet das Ringen um die richtige Gesellschaftsordnung im Zwist zwischen dem Privaten und dem Politischen, dem individuellen und dem kollektiven Glück.
Über Ran Chai Bar-zvi
Ran Chai Bar-zvi wurde in Jerusalem geboren und zog 2012 nach Berlin. Nach mehreren Berufsjahren als Bühnen- und Kostümbildner gab er 2019 mit „Dark Room“ sein Regiedebüt am Schauspiel Hannover. Hier inszenierte er auch die Deutsche Erstaufführung von Kim de l’Horizons „Blutbuch“, für die er 2024 mit dem Kurt-Hübner-Regiepreis ausgezeichnet wurde. Seine Inszenierungen „Das große Heft“ und „Caligula“ wurden beide zum Festival „Radikal jung“ nach München eingeladen. Ran Chai Bar-zvi begegnet seinen Stoffen mit Lust und Mut zur Unterhaltung und Leichtigkeit. Mit „Trommeln in der Nacht“ kehrt er nun ans Schauspiel Hannover zurück.
Termine und Tickets
- Inszenierung Ran Chai Bar-zvi
- Licht Hendrik Möschler, Marie-Luise Fieker
- Dramaturgie Tobias Kluge