nach dem Film von Ruben Östlund
für die Bühne bearbeitet von Tim Price
Deutsch von Linda Kokkores
Premiere 20.03.2026
ca. 2 Std., 30 Min., mit PauseAlles beginnt mit ein paar Familienfotos, am Anfang des Skiurlaubs: Eltern und Kinder lachen, eingemummelt in ihre Schneeanzüge. Der Urlaubsentspannung wird ein jähes Ende bereitet, als eine Lawine heranrollt, während die Eltern und Kinder ...
Alles beginnt mit ein paar Familienfotos, am Anfang des Skiurlaubs: Eltern und Kinder lachen, eingemummelt in ihre Schneeanzüge. Der Urlaubsentspannung wird ein jähes Ende bereitet, als eine Lawine heranrollt, während die Eltern und Kinder noch auf der Hotel-Terrasse frühstücken. Die Katastrophe bleibt aus, doch während die Mutter sich schützend vor die Kinder stellt, sucht der Vater instinktiv das Weite. Die Feigheit seiner Handlung lastet auf der Beziehung der Eltern und droht, nicht nur den Urlaub kaputtzumachen, sondern bedeutet eine harte Probe für die ganze Ehe.
Mit bösem Humor unterzieht der Regisseur Ruben Östlund, bekannt durch Filme wie „Triangle of Sadness“ und „The Square“, hier das klassische Bild einer modernen Familie einer Prüfung. Eine intelligente Auseinandersetzung mit konventionellen Rollenbildern, über die man auch nach dem Theaterbesuch noch ausgiebig diskutieren kann. Die junge Regisseurin Fritzi Wartenberg wird sich der Theateradaption des Filmes durch den renommierten walisischen Autor Tim Price annehmen.
Regie
1997 in Köln geboren, eroberte Fritzi Wartenberg die Bühnen Deutschlands und Österreichs zuletzt im Sturm. Mit ihren ästhetisch herausfordernden und spielerisch präzise gezeichneten Inszenierungen hinterfragt sie geschlechterspezifische Vorprägungen und deren gemeinsame Überwindung.
Termine und Tickets
Höhere Gewalt Freitag, 10. April 2026, 19:30 – 22:00 Uhr, Schauspielhaus
Höhere Gewalt Donnerstag, 23. April 2026, 19:30 – 22:00 Uhr, Schauspielhaus
Höhere Gewalt Samstag, 02. Mai 2026, 19:30 – 22:00 Uhr, Schauspielhaus
Höhere Gewalt Samstag, 16. Mai 2026, 19:30 – 22:00 Uhr, Schauspielhaus
Höhere Gewalt Dienstag, 09. Juni 2026, 19:30 – 22:00 Uhr, Schauspielhaus
Höhere Gewalt Donnerstag, 25. Juni 2026, 19:30 – 22:00 Uhr, Schauspielhaus
- Inszenierung Fritzi Wartenberg
- Bühne Polly Stephan
- Kostüm Jelena Miletić
- Musik Fabian Kalker
- Licht Tobias Reichstein
- Dramaturgie Fabian Schmidtlein
- Mit Mohamed Achour,
- Johanna Bantzer,
- Abel Haffner,
- Anja Herden,
- Jan Meeno Jürgens,
- Max Landgrebe,
- Frida Lang
- Kinder Martha Aschemann
- Kinder Mats Stein
- Kinder Clara Hennig
- Kinder Sonja Schulz
„Man fühlt mit. Man lacht. Man ist geschockt und man fragt sich, ob einem das vielleicht auch passieren kann […]. Das Theater stellt einen vor existenzielle Fragen. So muss es sein. Die starke Wirkung der Geschichte hat natürlich mit den Schauspielern zu tun. Die sind famos.“ HAZ
„In [Anja Herdens] Spiel wird besonders schön sichtbar, worum es geht: um Rollenspiel. Alle tun so, als ob. Alle spielen sich und den anderen etwas vor. Alle versuchen authentisch zu sein. […] Anja Herden beherrscht das Spiel mit den falschen Tönen besonders virtuos.“ Neue Presse
„Nun gut, die Welt ist also eine Bühne, und wir alle spielen Rollen, die mal mehr, mal weniger gut zu uns passen. […] Tatsächlich aber brilliert "Höhere Gewalt" nicht mit diesen großen Thesen. Es sind eher die kleinen Momente, die etwas zu langen Szenen, die ihre eigene Peinlichkeit auskosten. […] Es ist aber auch das Ensemble, das sich der ganzen Peinlichkeiten mit hoher Spielfreude annimmt.“ Nachtkritik
„Was Fritzi Wartenberg in ihrer Inszenierung in Hannover fein herausarbeitet, sind die im Film angelegten Erwartungen an geschlechtliche und soziale Rollen sowie emotionale Konflikte in (non)verbaler Kommunikation, die in unangenehmem Verhalten entlarvt werden. Regelmäßige Lacher im Publikum folgen gelingender skurriler Komik.“ Die Deutsche Bühne