nach Henrik Ibsen
Premiere 23.01.2027
Worum es geht
Heddas Dasein gerät ganz anders, als sie es sich gewünscht hatte. Während sie sich auf ihrer eigenen Einweihungsparty umschaut, erscheinen ihr alle anderen Leben echter als ihres. Ihr frischgebackener Ehemann Jorgen Tesman verschuldet ...
Heddas Dasein gerät ganz anders, als sie es sich gewünscht hatte. Während sie sich auf ihrer eigenen Einweihungsparty umschaut, erscheinen ihr alle anderen Leben echter als ihres. Ihr frischgebackener Ehemann Jorgen Tesman verschuldet ...
„Liebe? Jetzt machen Sie aber Scherze!“
Worum es gehtHeddas Dasein gerät ganz anders, als sie es sich gewünscht hatte. Während sie sich auf ihrer eigenen Einweihungsparty umschaut, erscheinen ihr alle anderen Leben echter als ihres. Ihr frischgebackener Ehemann Jorgen Tesman verschuldet sich, um ihr eine bürgerliche Existenz zu ermöglichen, und bringt sich für eine gut bezahlte Professur ins Spiel. Brack, der Anwalt und enge Freund des Ehepaars, verfolgt hochangesehen seine Karriere – obwohl er sich nie binden wollte und seine Sexualität frei auslebt. Und dort drüben steht Ayla Lovborg, Heddas verflossene Liebe und lesbische Intellektuelle mit weltweitem Renommee, die nach einem Entzug zurückkehrt und Anspruch auf dieselbe Stelle an der Universität anmeldet wie Jorgen.
Schließlich kommt es zum Streit: Ayla wirft Hedda vor, ihre Träume aufgegeben zu haben, nicht mutig genug zu sein. Und Hedda gibt ihr Recht, erwidert jedoch auch, als Person of Color in einer mehrheitlich weißen Gesellschaft überhaupt nicht dieselbe Ausgangslage zu haben. Fast neidisch schaut sie dabei auf Thea Elvsted, die Ghostwriterin an Aylas Seite, der als junger Autorin noch so viel offensteht. Von den anderen Menschen und Schicksalen angezogen, öffnet sich in Hedda ein Abgrund, auf dessen Boden alle verschenkten Möglichkeiten liegen. Und jetzt?
Über Leonie Rebentisch
Leonie Rebentisch inszeniert zum zweiten Mal am Schauspiel Hannover. Sie interessiert sich für feinziseliertes, emotionales Schauspiel, wie sie in der Spielzeit 25/26 bereits mit ihrer Inszenierung von Lot Vekemans' „Blind“ zeigen konnte. Ihre Arbeit beginnt lange vor den Proben: Akribisch tüftelt sie an ihren Fassungen, nimmt jede Figur ernst und sucht nach einer klaren, gegenwärtigen Sprache für die psychologische Partitur, die ein Stoff bereitstellt. Nach der Einladung zum Festival „Radikal jung“ mit der Romanadaption „Gittersee“ (Berliner Ensemble) wurde sie von „Theater heute“ als Nachwuchsregisseurin 2025 ausgezeichnet.
Termine und Tickets
- Licht Hendrik Möschler
- Dramaturgie Yunus Ersoy