Universen

 

 

 Zum Universen Kalender 

Die Universen als fundamentaler Bestandteil des Programms am Schauspiel Hannover eröffnen Räume des Zusammenkommens und des Austauschs – Räume für marginalisierte Stimmen, für das Einig-, Uneinig- und Uneindeutig-Sein, für die Pluralität künstlerischer Formen und für die Stadtgesellschaft. In Zeiten erstarkender autoritärer Tendenzen und faschistischer Strömungen sind die Universen ein Ort, an dem das Entsetzen bewahrt, das Vokabular menschenverachtender Rhetorik verweigert und rechten Ideologien das Konzept der Vielstimmigkeit entgegengesetzt werden.

Diesem Konzept folgt nicht nur das Programm der Universen, sondern auch dessen Kuration. Die Dramaturgie und die Stadtdramaturgie des Schauspiel Hannover gestalten dieses zusammen, im ständigen Austausch und im Lernen von- und miteinander: Neben Stadtspaziergängen, Workshops, Lesungen, Performances, Konzerten, dem Erzähl-Café und Gastspielen gibt es die drei wiederkehrenden Reihen: „Der fröhliche Widerstand“, „House of Many“ und „Poetic Justice“.

Als Verbindung zwischen Kunst und Gesellschaft wird bei den Universen gemeinsam – ob auf der Bühne oder in der Cumberlandschen Galerie – diskutiert, reflektiert, weitergedacht, getanzt und gefeiert: im produktiven Widerspruch, der verbindet statt zu spalten. Wir wollen zusammen Schlüsse ziehen, aber keine Schlussstriche: Was andernorts auf dem Scheiterhaufen der Vergangenheit landet, wird hier zum Grundstein der Zukunft.

Wir freuen uns auf Euch!

Kontakt

Hast Du Wünsche ans Universum? Dann schreib uns.
Wir freuen uns, von Dir zu hören!

Helena Bschaden, Universen Produktionsassistenz
universen@staatstheater-hannover.de

Weitere Infos auf unserem Instagram-Kanal!

Stadtführungen

Die Universen laden ein, Hannover neu und aus verschiedenen Perspektiven kennenzulernen!

Verschiedene Stadtführungen und Stadtspaziergänge lenken den Blick auf Ungekanntes, Verschwundenes und Vergessenes — zum Beispiel das vielseitige jüdische Leben der Stadt oder die Schwarze Community oder queeres Leben in Hannover.

Geschichte der Universen

Julia Wissert, die erste Künstlerische Leiterin der Universen, setzte 2019/20 schwerpunkmäßig auf Workshopreihen und partizipative Projekte u.a. mit den Künstler*innen Luna Ali, Cameo Kollektiv, Jünglinge, Bahar Meriç, Kyra Mevert, Jeremy Nedd oder Sahar Rezaei. Mit zum Gründungsteam gehörten auch der Dramaturg Hannes Oppermann sowie die Produktionsassistentin Mara Martinez. Hier das Programm 19/20 herunterladen.

2020/21 übernahm Mirko Borscht die Leitung und arbeitete u.a. mit Drag Artist Lilly, Kadir Özdemir, Slava Schwarzstein oder soft spot an neuen interaktiven Formaten, vor allem mit der LGBTIQA+-Community. Hier das Programm 20/21 herunterladen.

In den Spielzeiten 21/22 und 22/23 leitete Murat Dikenci die Universen und brachte sie mit den Stand-Up Comedians Idil Baydar und Benaissa Lamroubal auch auf die große Bühne des Schauspielhauses. „Yahya Hassan“ war die erste Eigenproduktion der Universen. Zusammen mit dem Autor Necati Öziri entwickelte Murat Dikenci die erfolgreiche Literaturreihe „Poetic Justice“, die seitdem besteht. Vor allem die Zusammenarbeit mit dem Dance Artist Lorenzo Pignataro prägte die Universen in der Spielzeit 22/23.

In den Spielzeiten 23/24 und 24/25 leitete  Katharina Wisotzki die Universen. Es entstand eine hannoversche Folge des Erinnerungs-Podcasts „Trauer & Turnschuh“, den man hier nachhören kann. Verena Meyer präsentierte „Magic Meyer’s Late Night Show“. Außerdem produzierten die Universen zwei eigene Arbeiten: die Lyrik-Lecture-Performance „dialoge der sprachlosigkeit“ von Dîlan Z. Çapan sowie die Lecture Performance „Zeitenwende“ von Fikri Anıl Altıntaş und Katharina Wisotzki zum Thema Männlichkeit und Gewalt. Die „Universen-Ahnengalerie“ eignete sich das Treppenhaus der Cumberlandschen Galerie an und zeigte all die Menschen, die in den vergangenen Jahren die Universen gestalteten, eine Versammlung der Ahn*innen, Vordenker*innen und Visionär*innen der Universen.

Seit der Spielzeit 25/26 werden die Universen kollektiv von den Teams der Dramaturgie und der neu formierten Stadtdramaturgie geleitet. Veranstaltungsorte sind nicht mehr nur die Cumberlandsche Bühne, sondern potenziell alle Spielorte des Schauspiel Hannover. Zentrale Ansprechperson für Netzwerkpartner*innen und Kollaborateur*innen ist Produktionsassistentin Helena Bschaden.